Chaiselongue/h1>
Als
Chaiselongue (von frz. chaise longue, langer Stuhl) wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein niedriges, gepolstertes Liegemöbel für eine Person bezeichnet. Der Fachbegriff lautet moderne
Chaiselongue Merkmale dieses Ruhe- oder Tagebettes, das dem kurzen Mittagsschlaf, gelegentlich auch als Gästebett dient, sind ein erhöhtes Kopfende und ein einheitlicher Bezug, der, abgesehen von den Stützen, sämtliche Konstruktionsteile bedeckt.Aufgrund ihres geringen Sitzkomforts wird der eher selten gewordenen
Chaiselongue heute die Bettcouch vorgezogen. Diese eignet sich sowohl zum bequemen Liegen als auch zum Sitzen und verbindet damit die Funktion der
Chaiselongue mit jener des Sofas.Die erstmals im 17. Jahrhundert in Frankreich belegte Bezeichnung chaise longue deutet auf die ursprünglichen Funktion als Sitzmöbel hin. Im Gegensatz zur Couch und dem Kanapee ging dieses
Möbel nicht aus der Bank oder dem Ruhebett hervor, sondern aus einem durch einen Tabouret verlängerten Fauteuil. Die beiden Elemente dieser insbesondere in der Zeit des Louis-quinze und des Louis-seize-Stils in den Jahren von 1745 bis 1780 beliebten gebrochenen, in Frankreich auch duchesse brisée genannten zweiteiligen
Chaiselongue verschmolzen nach und nach zu einem einzigen
Möbelstück aus dem sich die sogenannte moderne
Chaiselongue entwickelte.Auch im schwäbischen Dialekt kennt man das Wort Schesslo, das allgemein für gepolsterte Sitzmöbel verwendet wird und, wie viele schwäbische Worte, von dem ursprünglich französischen
Chaiselongue abstammt.